Meine Ziele

Lichtenstein gemeinsam weiterentwickeln

Lichtenstein hat enormes Potenzial. Unsere Gemeinde verfügt über starke Ortsteile, engagierte Menschen, eine einzigartige Landschaft und beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Ich möchte diese Stärken besser miteinander verbinden und Chancen aktiv nutzen – mit klaren Prioritäten und einem langfristigen Blick auf die Entwicklung unserer Gemeinde.

Ich möchte ein einheitliches Gemeindeentwicklungskonzept erarbeiten, das die Entwicklung aller Ortsteile miteinander verbindet. Die Bundesgartenschau 2039, das Sanierungsgebiet in der Ortsmitte Unterhausen sowie freie Flächen und Areale mit Entwicklungspotenzial sollen dabei als gemeinsame Chance verstanden werden. Diese Potenziale müssen wir frühzeitig erkennen, konsequent entwickeln und für Wohnen, Gewerbe und eine attraktive Ortsentwicklung nutzen. So können wir die Zukunft Lichtensteins aktiv gestalten, statt Entwicklung nur dem Zufall zu überlassen.

Mit dem Projekt „Lichtenstein blüht auf“ möchte ich unsere Ortsmitten sichtbar aufwerten: mit mehr Bäumen und Grünflächen, neuen Sitzmöglichkeiten, attraktiven Plätzen und kleinen Treffpunkten. Auch unsere Ortsdurchfahrten möchte ich gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern einfach und unbürokratisch verschönern. So schaffen wir mehr Aufenthaltsqualität und ein attraktiveres Ortsbild.

Bundesgartenschau und Regionalstadtbahn können sich gegenseitig positiv verstärken und wichtige Impulse für Lichtenstein setzen. Bei der Bundesgartenschau bleiben wir als Gemeinde bis zuletzt Herr des Verfahrens und entscheiden selbst, welche Projekte wir umsetzen. Ich möchte die Maßnahmen aus der Machbarkeitsstudie voranbringen, die Lichtenstein auch weit über das Jahr 2039 hinaus einen echten Mehrwert bieten. So schaffen wir neue Entwicklungsmöglichkeiten, verbessern unsere Anbindung und steigern langfristig die Lebensqualität.

Wirtschaft, Tourismus & Wohnen

Starke Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und sichern Wohlstand. Gleichzeitig machen unsere Landschaft, unsere Gastronomie und unsere Ortskerne Lichtenstein zu einem attraktiven Lebens- und Erholungsort.

Handwerk, Industrie, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister sollen einen verlässlichen Ansprechpartner im Rathaus haben. Wirtschaftsförderung muss in Lichtenstein Chefsache bleiben. Mit einem regelmäßigen Unternehmerfrühstück möchte ich den direkten Austausch stärken und zugleich die Gründung eines Wirtschafts- oder Gewerbevereins anstoßen, damit sich unsere Betriebe auch untereinander besser vernetzen, gemeinsame Interessen bündeln und neue Ideen entwickeln können.

Mit der Erweiterung des Biosphärengebiets auf die gesamte Gemarkung unserer Gemeinde möchte ich Natur, Tourismus, Gastronomie und Kultur in einem gemeinsamen Tourismuskonzept zusammenführen. Ziel ist es, Besucher länger in Lichtenstein zu halten und die regionale Wertschöpfung zu steigern. Auch hier können die Möglichkeiten und Förderungen der Bundesgartenschau genutzt werden.

Neue Wohn- und Gewerbeflächen sollen mit Augenmaß und in unserem gemeinsamen Tempo entwickelt werden. Gleichzeitig möchte ich die Innenentwicklung stärken und bestehende Baulücken – insbesondere für junge Familien aus Lichtenstein – besser nutzen. Bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans müssen wir die Interessen Lichtensteins selbstbewusst vertreten und ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft sichern. Denn nur wenn wir Entwicklung ermöglichen, können wir Lichtenstein auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln.

Mobilität & Infrastruktur

Mobilität bedeutet Lebensqualität. Deshalb müssen wir sowohl langfristige Projekte voranbringen als auch bestehende Probleme im Alltag lösen.

Der Albaufstieg bleibt eines der wichtigsten Zukunftsprojekte für Lichtenstein. Die Variante 5b steht aufgrund der aktuellen Untersuchungen des RP Tübingen besonders im Fokus, ist durch die Topografie aber technisch aufwendig und entsprechend kostenintensiv. Unsere Situation darf bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung  nicht mit einer klassischen Ortsumfahrung auf freier Fläche gleichgesetzt werden. Dafür müssen wir unsere Interessen gegenüber Land und Bund konsequent vertreten. Gleichzeitig dürfen wir nicht auf die Umfahrung warten, sondern müssen die Verkehrsbelastung in unseren Orten bereits heute angehen. 

Die Verkehrssituation in ganz Lichtenstein möchte ich gemeinsam mit den zuständigen Behörden weiter verbessern. Dazu gehören unter anderem Lösungen für Verkehrsfluss, Parkraum und Verkehrssicherheit in der Friedrich-List-Straße, Wilhelmstraße und Moltkestraße sowie die Verkehrsbelastung in Honau und Holzelfingen. Auch mit der Regionalstadtbahn müssen wir für gute Busverbindungen sorgen, damit alle unsere Orte zuverlässig und gut an den ÖPNV angebunden bleiben.

Ich möchte eine dauerhafte, naturverträgliche und finanziell tragbare Lösung anstreben, die die berechtigten Interessen von Natur-, Verkehrsschutz und den Anwohnerinnen und Anwohnern in Einklang bringt. Der aktuelle Status quo darf nicht zur Dauerlösung werden. 

Eine lebenswerte Gemeinde braucht eine verlässliche Infrastruktur. Straßen und Wege, Wasser- und Abwasserversorgung, öffentliche Gebäude sowie eine leistungsfähige digitale Infrastruktur müssen erhalten und vorausschauend weiterentwickelt werden. Dabei gilt für mich: rechtzeitig handeln, klare Prioritäten setzen und notwendige Maßnahmen nicht immer weiter aufschieben.

Sparen ja – aber nicht an der Zukunft unserer Gemeinde. Trotz angespannter Finanzen müssen wir handlungsfähig bleiben und dort verantwortungsvoll investieren, wo es für Lichtensteins Zukunft notwendig ist.

Familie, Bildung & Generationen

Lichtenstein soll mehr sein als ein Ort zum Wohnen – ein Ort zum Leben und Zuhausefühlen, in jeder Lebensphase. Dazu gehören verlässliche Kinderbetreuung und gute Bildung ebenso wie altersgerechtes Wohnen, attraktive Freizeitmöglichkeiten und Orte der Begegnung. Denn Lebensqualität entsteht im gesamten Lebensumfeld.

Unsere Kinder sind unsere Zukunft und verdienen einen modernen Schulstandort, der beste Voraussetzungen für zeitgemäße Bildung und Betreuung bietet. Die beschlossene Sanierung und Weiterentwicklung der Uhlandschule gilt es deshalb zügig und verantwortungsvoll umzusetzen. Gleichzeitig wird die Grundschule in Holzelfingen zunächst noch einige Jahre bestehen bleiben. Bereits heute sollten wir gemeinsam überlegen, wie Gebäude und Grundstück später sinnvoll nachgenutzt werden können – mit einem echten Mehrwert für Holzelfingen, beispielsweise für Vereine oder generationenübergreifende Angebote. Gleiches gilt für das Areal der Brögerschule.

Eine verlässliche und qualitativ gute Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Bestandteil einer familienfreundlichen Gemeinde. Gemeinsam mit unseren Trägern und Einrichtungen möchte ich die Betreuungsangebote bedarfsgerecht weiterentwickeln und gleichzeitig die personellen, räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Entscheidend ist für mich, dass Familien in Lichtenstein verlässliche Strukturen vorfinden, die sich mit ihrem Alltag vereinbaren lassen.

Junge Menschen sollen Verantwortung übernehmen und unsere Gemeinde aktiv mitgestalten können. Ich möchte deshalb gezielt den Austausch mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen sowie Jung- und Erstwählern suchen und ihnen unkomplizierte Möglichkeiten geben, ihre Ideen einzubringen. Wer möchte, dass junge Menschen ihre Zukunft in Lichtenstein sehen, muss ihnen heute zuhören und Mitgestaltung ermöglichen.

Moderne Verwaltung & Finanzen

Eine moderne Verwaltung muss bürgernah, transparent und leistungsfähig sein.

Vertrauen entsteht durch Transparenz. Deshalb möchte ich verständlich über unsere Finanzlage, aktuelle Projekte und wichtige Entscheidungen informieren – beim jährlichen Bürgerempfang bzw. der Einwohnerversammlung und über unsere digitalen Kanäle. Mit dem Format „Gemeinderat kompakt“ sollen die wichtigsten Themen und Beschlüsse öffentlicher Gemeinderatssitzungen kurz und verständlich zusammengefasst werden. Im Rahmen unserer rechtlichen Möglichkeiten möchte ich zudem Beteiligung ausbauen – beispielsweise durch die Übertragung öffentlicher Gemeinderatssitzungen. Bei wichtigen Zukunftsprojekten gilt für mich: frühzeitig informieren und beteiligen, wo Mitgestaltung möglich ist.

Gutes erhalten – Neues gestalten. Die Strukturen, Abläufe und aktuellen Herausforderungen unserer Verwaltung kenne ich bereits aus meiner täglichen Arbeit. Schon heute bin ich in die Weiterentwicklung von Prozessen und organisatorischen Strukturen eingebunden. Dieses Wissen möchte ich vom ersten Tag an nutzen, um gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Bewährtes zu erhalten und dort neue Wege zu gehen, wo sie sinnvoll sind. Mein Ziel ist eine moderne, effiziente und bürgerorientierte Verwaltung, die für kommende Herausforderungen gut aufgestellt ist. Veränderung beginnt dabei ganz oben – beim Bürgermeister.

Lichtenstein ist bereits in vielen Bereichen digital gut aufgestellt. Mein Anspruch ist, dass wir uns auf diesem Stand nicht ausruhen, sondern digitale Möglichkeiten dort nutzen, wo sie Abläufe vereinfachen und einen echten Mehrwert für die Menschen schaffen. Verwaltungsleistungen sollen im Rahmen der technischen und rechtlichen Möglichkeiten einfach und digital zugänglich sein. Mit einer digitalen Bürgersprechstunde möchte ich außerdem die Schwelle für den direkten Kontakt zum Bürgermeister senken – als Ergänzung zum persönlichen Gespräch vor Ort.

Sicherheit, Ehrenamt & Zusammenhalt

Sicherheit und Zusammenhalt sind für mich Grundpfeiler einer lebenswerten Gemeinde. Dafür brauchen wir ein starkes Ehrenamt, Menschen, die Verantwortung für unsere Gemeinschaft übernehmen und verlässliche Strukturen. Denn eine Gemeinde lebt von ihrer Vereinslandschaft und ihren Hilfsorganisationen. 

Als aktiver Feuerwehrmann weiß ich: Sicherheit beginnt lange vor dem Einsatz – mit guter Vorsorge, moderner Ausstattung und funktionierenden Strukturen. Deshalb möchte ich den Hochwasser- und Starkregenschutz konsequent weiterentwickeln und notwendige Investitionen in unsere Gefahrenabwehr verantwortungsvoll umsetzen. Feuerwehr und DRK müssen auch künftig die Voraussetzungen haben, um für die Sicherheit der Menschen in Lichtenstein zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage da zu sein.

Denn eines ist klar: Wir müssen vorbereitet sein, wenn es darauf ankommt.

Unsere Vereine und Hilfsorganisationen schaffen Gemeinschaft, bringen Generationen zusammen und machen Lichtenstein lebendig. Deshalb möchte ich mit einer regelmäßigen Vereinssprechstunde mit dem Bürgermeister einen direkten Austausch anbieten und die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verwaltung intensivieren. Aus meinem eigenen Ehrenamt weiß ich, wie viel Zeit, Herzblut und Verantwortung dahinterstecken – und wie wichtig verlässliche Ansprechpartner im Rathaus sind.

Sportplätze, Hallen, und unsere Bäder sind weit mehr als kommunale Infrastruktur – sie sind Orte der Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft. Deshalb möchte ich diese Einrichtungen zukunftsfähig erhalten und notwendige Modernisierungen verantwortungsvoll angehen.

Gerade unsere Bäder haben dabei eine besondere Bedeutung: Kinder müssen auch künftig die Möglichkeit haben, vor Ort schwimmen zu lernen. Gleichzeitig sind unsere Bäder wichtige Freizeit- und Naherholungsangebote für alle Generationen.